Ein Ausflug nach Norderney

Wie hier geschrieben, habe ich einen Tag meines Fasnetsurlaubs genutzt, um von Norddeich nach Norderney zu schippern. 

Vom Hafen in Norddeich fahren mehrmals am Tag tideunabhängig Fähren auf die dritte Insel beginnend im Westen der ostfriesischen Inselgruppe. Die Nachbarinseln heißen Juist (Links) und Baltrum (rechts).

Norderney ist nach Borkum die flächenmäßig  zweitgrößte Insel der Gruppe und mit ca 5.300 Bewohner:innen die einwohnerstärkste. 

Und ich finde, das merkt man auch. Im Gegensatz zu Spiekeroog fahren hier nicht nur Autos, sondern es gibt auch Busse und einen Flugplatz. Außerdem zählt die Gemeine als eigene Stadt und hat neben dem Ortskern drei Stadtteile. 

Mein Tag begann am Strand und das Wetter war einfach nur toll! Nach einem ausgedehnten Spaziergang durfte ein leckeres Matjesbrötchen natürlich nicht fehlen.

Bei den Sehenswürdigkeiten ist auf jeden Fall Niedersachsens einzige Inselwindmühle aufzuführen. Leider ist die erste Mühle aus dem Jahr 1862 bei einem Brand im Jahr 1951 komplett niedergebrannt. 1953 wurde der heutige Bau errichtet, in dem bis 1962 noch Mehl gemahlen wurde. Heute ist in der Mühle ein Restaurant untergebracht. 

Außerdem ist das Conversationshaus gelegen an einer schönen Parkanlage von historischer Bedeutung: 1800 wurde Norderney zur Seebadeanstalt erklärt und daraufhin die ersten Gebäude zur Kurbehandlung errichtet und eben 1822 das Conversationshaus. Heute bietet es unter anderem der Touristeninformation und der Bücherei Platz. Auch Säle für Veranstaltungen können gemietet werden.  

Ich finds echt schön, dass es auf jeder der sieben Inseln eine ganz andere Welt gibt:)

Das echte Norden

Meinen Urlaub in Greetsiel habe ich unter anderem für Ausflüge zu ein paar mir bereits bekannten Orten genutzt. 

Beispielsweise war ich schon einige, „wenige“ Male (ca 15-17x) mit meiner Familie in Norddeich, einem Ortsteil der Stadt von Norden. Norden liegt im Nordwesten Niedersachsens im Landkreis Aurich. In der viertgrößten Stadt Ostfrieslands wohnen ca. 25.000 Menschen. Norddeich liegt dabei direkt an der Nordsee und bietet mit seinem Hafen die Möglichkeit, nach Juist und Norderney zu schippern- zu meinem Ausflug auf die letztgenannte Insel werde ich auch noch einen Blogeintrag veröffentlichen. 

Nun aber zurück nach Norden: 

Norden wurde 1255 das erste Mal urkundlich erwähnt, aber schon ca. 2000 vor Christus lebten unter anderem Friesen und Wikinger in der heutigen Stadt. Sie ist eine der ältesten Städte der Region und besonders bei Tourist:innen beliebt

In der Innenstadt können einige hübsche Gebäude bestaunt und besichtigt werden- wie zum Beispiel die Ludgeri-Kirche im Zentrum der Stadt, welche die größte mittelalterliche Kirche Ostfrieslands ist. Sie wurde in drei Bauabschnitten errichtet, der erste Bau einer Einraumkirche begann im frühen 13. Jahrhundert, 100 Jahre später wurde ein Querschiff ergänzt und mit der Vollendung des Hochchors 1455 erlangte die Kirche ihre heutige Form.

Wenige Meter weiter steht das Rathaus aus dem Jahr 1855, indem seit 1884 die Stadtverwaltung sitzt.

Wirklich eine schöne Stadt=)

Mal wieder ein Türmchen

Vier Kilometer westlich von Greetsiel befindet sich wohl einer der bekanntesten Leuchttürme Deutschlands: mit seinen gelben und roten Streifen ist der nur 11m hohe Leuchtturm in Pilsum einer der Wahrzeichen der Region. 

Er wurde 1890 im Rahmen eines deutsch-niederländischen Projektes zur Beleuchtung der Ems fertiggestellt und steht auf dem Nordseedeich unweit des Ortes Pilsum. Um feindlichen Schiffen keine Hinweise auf die Fahrrinne zwischen Borkum und Emden zu geben, wurde der Leuchtturm im ersten Weltkrieg 1915 außer Betrieb genommen und 1919 stillgelegt. 

1973 wurde der Turm aufwändig saniert und zum ersten Mal gelb-rot gestreift gestrichen. Außerdem ist es seit 2004 möglich, im Leuchtturm zu heiraten.

Der Hafen von Greetsiel

Der über 600 Jahre alte Hafen von Greetsiel befindet sich im Zentrum des Ortes. In einem Hufeisen lässt sich einmal um die Schiffe herumspazieren. 

25 Krabbenkutter steuern den Hafen regelmäßig an-Greetsiel besitzt damit die größte Kutterflotte Ostfrieslands, die dank der Schleuse Leysiel seit 1991 tideunabhängig in den Hafen geschleust werden kann.

Diese Bronzestatue des Künstlers Hans-Christian Petersen befindet sich seit 2020 an der Ostseite des Hafens. Sie zeigt einen Netzflicker bei seiner typischen Arbeit. 

Ein Ausflug in den Norden

Im Frühahr 2025 habe ich die Fasnetsferien (≈Karneval) genutzt und habe ein paar Tage an der Nordsee verbracht. Meine Unterkunft hatte ich im schönen Greetsiel und habe von dort einige Ausflüge unternommen. 

Greetsiel ist ein Ortsteil der Gemeinde Krummhörn und liegt im Landkreis Aurich im Nordwesten Niedersachsens. Ende des 13. Jahrhunderts wurde erstmals eine kleine Siedlung errichtet, die von einer ostfriesischen Häuptlingsfamilie bewohnt wurde. Heute wird der Ort von ca 1.200 Einwohner:innen belebt.

Das bekannteste Wahrzeichen sind die Zwillingsmühlen im Ortseingang. Die grüne Holländerwindmühle wurde 1856 gebaut, die rote 1706.

Bei beiden Mühlen mussten in den vergangenen Jahren die Flügel und Kappen erneuert, beziehungsweise repariert werden. Die grüne Mühle wurde 2013 durch einen Orkan schwer beschädigt und bis 2015 restauriert. 

Bei der roten Mühle mussten die alten Flügel 2017 aus Sicherheitsgründen ausgetauscht werden- die neuen Flügel und die neue Kappe kamen im Juli 2025. 

In der roten Mühle befindet sich ein Laden, in dem Lebensmittel aus der Region erworben werden können

Neuharlingersiel

Der letzte Ort am Festland vor der Überfahrt nach Spiekeroog ist Neuharlingersiel. Dort fahren die Fähren, der Wattenexpress und Wassertaxen ab. Letztere nutzen zum Beispiel Handwerker:innen, die auf der Insel arbeiten und durch die kleinen Schnellboote (max 15 Personen) tideunabhängige Arbeitszeiten haben.

Neuharlingersiel liegt im Landkreis Wittmund zwischen Bensersiel (Langeoog) und Harlesiel (Wangerooge). Zur nächst größeren Stadt Esens sind es mit Bus und Auto etwa zehn Minuten (mit dem Fahrrad etwa 30 Minuten). Die Gemeinde hat etwa 1.000 Einwohner:innen, die in vier Ortsteilen leben.

Das am häufigsten fotografierte Motiv ist wohl diese Statue am Hafen von Neugarlingersiel. Die beiden Fischer – erbaut von Hans-Christian Petersen- genießen sei 2000 die Sonne und den Blick auf die Kutter.

Und? Wohin kiekst du so?

Auf dem Weg zum Spiekerooger Strand bin ich jedes Mal an dieser Statue vorbeigekommen. Die 3,50 Meter große Bronzeplastik „De Utkieker“ von Hannes Helmke wurde 2007 auf einer Aussichtsplattform inmitten der Dünen errichtet. „De Utkieker“ bedeutet „Der Ausschauende“ und genau das tut er auch. Sein Blick ist Richtung Nordsee gerichtet.

Von der Aussichtsplattform kann man sowohl Richtung Wangerooge (östlich, linkes Bild) und Langeoog (westlich, rechtes Bild) schauen. Spiekeroog ist übrigens auch zertifizierte Sterneninsel. Wenn es dunkel wird, kann man besonders gut den Nachthimmel beobachten, das es nur wenige störendere Lichtquellen, wie Werbebeleuchtung oder Laternen, gibt.

Eine Insel mit zwei Hügeln und dem tiefen weiten Meer…

Schöne Grüße von der Nordsee!

Die nächsten drei Monate werde ich auf Spiekeroog leben und arbeiten. Es ist also an der Zeit, diesen Blog mal wiederzubeleben:)

Spiekeroog ist die zweitöstliche der ostfriesischen Inseln und liegt zwischen Wangerooge (östlich) und Langeoog (westlich). Mit nur etwas mehr als 800 Einwohner:innen leben nur auf Baltrum, der kleinsten der sieben Inseln, weniger Menschen dauerhaft.

Spiekeroog gehört zum Landkreis Wittmund und ist durch den Anleger in Neuharlingersiel in etwa einer Stunde zu erreichen.

Die Inseln Wangerooge, Spiekeroog, Baltrum und Juist sind von den Gezeiten abhängig, Langeoog, Norderney und Borkum können tideunanhängig angefahren werden.

Nachdem ich gestern zehn Stunden von Rostock aus unterwegs war, habe ich den Sonnenuntergang genutzt, um einen Teil des Dorfes und den Strand zu erkunden. Dieser liegt wie bei allen ostfriesischen Inseln im Norden.

Schon im Vorhinein hatte ich gelesen, dass Spiekeroog besonders grün und natürlich ist. Hier gibt es beispielsweise keine Autos, keine Inselbahn, Regeln für das Fahrradfahren und anders als auf den anderen Inseln auch keinen Flugplatz. Bebaut ist nur die westliche Hälfte der Insel. Das dient dem Naturschutz, ist aber auch den starken Westwinden geschuldet, die die Inseln der Inselgruppe immer weiter nach Osten verlängern und im Westen verkleinern.

Die hügelige Dünenlandschaft bietet den verschiedensten Tieren die perfekten Nist- und Versteckmöglichkeiten.

Ich freue mich schon sehr auf die nächste Zeit!

Kükenausflug in Jever

Am Wochenende war ich mit meiner Mit-FÖJlerin mal wieder in Jever. Nachdem wir ein wenig durch die Innenstadt geschlendert sind, waren wir noch im Schlosspark, wo es viele verschiedene Wasservögel und Pfauen zu beobachten gibt. Und gerade laufen durch den ganzen Park viele kleine Küken, die wirklich sehr niedlich sind. Hier haben wir zum Beispiel eine Nilgans mit ihren Küken entdeckt, die vor einem aufgeregten Trauerschwan geflohen sind.

Auf diesen Bildern sind Trauerschwäne und Jungvögel zu sehen. Diese sind deutlich größer als die Nilgänse und wurden auf die Namen Bianka und Bernhard getauft.

Trauerschwäne leben übrigens eigentlich in Australien und Neuseeland und sind deutlich seltener zu beobachten als die sonst häufig zu sehenden Höckerschwäne.

Und das erste Mal haben wir im Park auch Teichhühner mit ihren Küken anschauen können. Besonders faszinierend fanden wir die im Verhältnis zum Körper riesigen Füße und Krallen.

Und Pfaue gabs natürlich auch wieder:D

Auf ins Blumenparadies!

Am Sonntag, als es auch hier im Norden so schön warm war, bin ich mit meiner Mit-FÖJlerin nach Westerstede gefahren. Die Stadt liegt im Landkreis Ammerland und hat etwas weniger Einwohner als Varel. Etwas außerhalb der Stadt, mitten im Grünen, liegt der Rhododendronpark Hobbie, welcher mit 70ha flächenmäßig der größte Rhododendronpark Deutschlands ist. Der Park ist schon über 90 Jahre alt und die vielen alten Bäume spenden an sonnigen Tagen angenehmen Schatten. Unten findet ihr noch ein paar Bilder aus dem Park.

Übrigens findet in Westerstede alle vier Jahre die RHODO statt, das ist eine große Rhododendron-Ausstellung bei der alle Arten, die in der Region wachsen, gleichzeitig blühen und die Stadt in ein Blumenmeer verwandeln. Die nächste RHODO findet im Jahr 2023 statt- in dem Jahr feiert Westerstede den 900. Geburtstag.